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Nach Petzold (1997) sind Ressourcen Kraftquellen – wie die französische Wurzel des Wortes nahe legt, denn “Source” bedeutet “Quelle”. Es sind Quellen, aus denen man all das schöpfen kann, was man zur Gestaltung eines zufriedenstellenden, guten Lebens braucht, was man braucht, um Probleme zu lösen oder mit Schwierigkeiten zurecht zu kommen. Das können sehr verschiedenartige Bedingungen sein, denn jeder Mensch ist anders, und jede Situation, jede Herausforderung und Lebensphase braucht andere Ressourcen. Natürlich können Freunde, Partner, die Eltern oder wichtige Menschen in der sozialen Umgebung solche Ressourcen sein, aber auch persönliche Eigenschaften, Fähigkeiten, Kompetenzen. Auch das Aussehen oder die Ausstrahlung, die jemand hat, können Ressourcen sein. Sie können in der Bereitschaft und Fähigkeit zu besonderen Anstrengungen liegen oder einfach in der Art, wie man eben ist. Es können Hobbys sein oder wichtige Ziele im Leben, Überzeugungen, für die man eintritt, Ideen oder der Glaube, die Religion. Es können Vereine oder Gruppen sein, denen man angehört, aber auch materielle Dinge wie eine Wohnung, ein Haus, Geld oder ein Auto. Wenn die Gegenwart nicht so viel hergibt, können es auch Erinnerungen, Erfahrungen in der Vergangenheit sein oder aber Hoffnungen für die Zukunft. Sexualität ist für manche Menschen eine Kraftquelle, oder die kleinen alltäglichen Eindrücke und Begegnungen.

 

Wenn Sie darüber nachdenken, merken Sie schon, dass vielleicht ein und dieselbe Sache Kraftquelle oder Belastung sein kann, je nachdem. Bitte überlegen Sie, wenn Sie auf Ihr Leben in den letzten drei Monaten zurückblicken, was da für Sie persönlich eine Ressource war, die sie in ihrem Leben nutzen konnten.

(H. Petzold (1997). Das Ressourcenkonzept in der sozial-interventiven Praxeologie und Systemberatung. Integrative Therapie, 23, 435-471.)